Trail-Running und Ultra-Marathon

Mein Fazit

Der GR 20 hat seinen fast schon mythischen Ruf völlig zurecht. Er ist für mich der Weg der Wege. Wer unberührte Natur, gepaart mit schroffen Felslandschaften und mediterranem Klima liebt, wird meine Begeisterung verstehen.

Die "Insel der Schönheit" und ihre Bewohner sind stolz, manchmal vielleicht auch etwas unzugänglich. Man sollte sich beiden mit Respekt und Wertschätzung nähern. Das gilt im Besonderen natürlich für den GR 20. Wer einen Wanderweg erwartet, der auch nur im Ansatz Ähnlichkeit mit den Wanderwegen im Ostalpenraum hat, liegt völlig falsch. Der GR 20 ist technisch anspruchsvoll und teilweise eher leichtes Klettergelände als Weg.

Die Trail Maniaks Michael Raab und Mario Schönherr haben mir mit ihrem GR 20 Trans Korsika Guerilla Run geholfen, einen lange gehegten Wunsch zu erfüllen. Dank des Gepäcktransports mit dem Tourbus war mein Laufrucksack überschaubar schwer. Als Sicherheitsfanatiker habe ich, incl. Wasser, aber doch etwa 6 bis 7 kg mit mir getragen.

Unsere bunte Truppe aus schnellen und langsamen Läufern, alten Hasen und Trail-Newcomern hat wunderbar harmoniert. Schon nach dem ersten Tag war zu spüren, wie das Team zusammenwächst. Jeden Abend konnten sich die etwas langsameren Teilnehmer auf den Applaus der "schnellen Truppe" freuen.

An allen Tagen war über lange Abschnitte für mich Sebastian ein willkommener Begleiter. Deine immer kurzweilige Gesellschaft wird mir in guter Erinnerung bleiben. Manfred hatte die Idee, einen Trauerflor für die im Cirque de la Solitude verunglückten Wanderer bis ins Ziel zu tragen. Das habe ich gerne getan und mein Band hier an einen Ast gebunden: 

Die Einladung von Michael Raab zum GR 20 Trans Korsika Guerilla Run sagt alles:

"Kein Rennen gegeneinander, sondern ein gemeinsames Abenteuer auf einer ganz besonderen Strecke. Wer sich ein gemütliches Auf und Ab über die Insel vorstellt, sollte sofort den visuellen Reset-Knopf drücken und sich auf folgendes Szenario einstellen: Du stehst vor einer Wand, weißt, dass Du ganz oben über die Scharte musst, findest aber mit dem Auge keinen Weg hinauf. Gleiches gilt dann für den seilversicherten Weg auf dem Grat und natürlich auch für den Abstieg..."

Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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